Der Teufel im Detail
Und nun doch noch eine dicke Pleite. Benno, mein Bote, frisch aus Wuhan zum Werbeartikel-Austausch (unsere Mützen hin, T-Shirts und Schlüsselanhänger aus Wuhan her) zurück, präsentiert die T-Shirts, deren Entwurf auf mich zurückgeht. Doch statt Veranstaltung steht auf dem Rücken Vetanstaltung und statt Kinder-Universität Kinder-Uniuersität. Ich rufe sofort in Wuhan bei der Kollegin an und die stellt erbittert fest: Die Druckerei hat die korrekten Entwürfe eigenmächtig geändert und natürlich von deutscher Rechtschreibung keinen Schimmer. Erschwerend kommt hinzu: Die (in Wuhan ausgetauschte) Schreibschrift machte einige Buchstaben leicht verwechselbar. Während Benno die Taschen mit den Werbematerialien sowie den von mir erstellten Programmheften (inklusive eines kleinen Schiller-Büchleins, das ich herausgebe) füllt, arbeite ich in der Bibliothek weiter. Morgen müssen noch Kinder-Überraschungseier für das Quiz "Eins, zwei oder drei" gekauft werden. (Die heißen hier übrigens "Kinder-Joy" und bestehen aus zwei Hälften: eine Hälfte ist Spielzeug, die andere besteht aus braun-weiß gestreifter "Schoko-Mac"-Krem, die man aus der Eierschale schaben muss und in der zwei "Giotto"-Kugeln kleben.) Und mehr und mehr kristallisiert sich heraus: Kinder-Uni – das ist wie Weihnachten und Ostern am selben Tag!
Am Abend schmökere ich in einem Exemplar der fertig gedruckten Programmhefte und stelle fest: Bei "umweltfreundlich" fehlt das i. Ich erleide umgehend einen mittelschweren Nervenkoller, denn ich bin, quasi in Personalunion, Chefredakteur, Chef-Designer, Chefautor und Herausgeber des Programmhefts.