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Dienstag, 22. November 2011

Zu spät und viel zu spät
Von DM, 23:59

Beim Frühstück bin ich in Anbetracht der Strapazen von gestern nicht so in Eile und als ich noch gemütlich esse, sind auch die letzten beiden Kolleginnen bereits kurz vorm Aufbruch zum Konferenzsaal. Ob ich mit wolle. "Nö", sage ich, "jetzt ist doch Festplatten-Frank mit seiner alljährlichen Präsentation dran, das interessiert mich sowieso nicht." Ich wisse nur leider gar nicht, wo wir uns jetzt träfen. Die gerade abschwirrenden Kolleginnen haben auch nur vage Informationen.
Ich irre dann eine halbe Stunde hilflos über den Campus, den ich so ganz gut kennen lerne, sehe auch das "rote Haus", das man mir beschrieben hat, aber die Konferenz finde ich nicht. Am Ende der unfreiwilligen Campus-Besichtigung stehe ich im höchsten Gebäude der Uni, einem imposanten Hochhaus mit Stalin-Charme, und sehe dabei so ratlos aus, dass eine Deutsch-Studentin auf mich aufmerksam wird. Gemeinsam mit ihrem Mobiltelefon findet sie heraus, dass hier im großen Saal zwar normalerweise konferiert wird, nur heute eben sei unsere Konferenz woanders. Nur nicht die Nerven verlieren, sage ich mir, am Ende wird alles gut. Das sieht nur jetzt nach Problem aus und ist morgen schon vergessen. Noch ein paar Telefonate, dann lotst sie mich zum richtigen Ort. Und da kommen mir auch schon meine Frühstückskolleginnen entgegen. Hoppla, der erste Teil der heutigen Sitzung ist schon vorbei. Die beiden Damen sind offenbar zu spät eingetroffen und wurden, so schildern sie mir die Lage, brutal an den Pranger gestellt. "Sei froh, dass du nicht dabei warst", raunt mir die blondere von beiden zu. Tja, ich biege mal schnell um die Ecke, da stehen einige in der Pause und rauchen. Ich mische mich schnell und unauffällig unter sie. Hat ja keiner gemerkt, dass ich gefehlt habe. Bei so vielen Leuten... Dann wende ich mich an den Konferenzleiter, den ich vor etwa 15 Minuten anzurufen versucht habe, um mich nach dem Weg zu erkundigen. Dieser Anruf ist mir natürlich inzwischen peinlich und muss schnell unter den Teppich gekehrt werden. "Ich hätte da noch eine Frage", sage ich, als wäre ich schon eine Stunde lang in der Sitzung gewesen. Zum Gruppenfoto erscheine ich mittags pünktlich und sichere mir einen Sitzplatz in der ersten Reihe; aber vollständig ist das Bild trotzdem nicht.

Am Nachmittag geht es mit dem Bus nach Suzhou: Konferenzausflug. Die meiste Zeit lese ich Martin Mosebach oder unterhalte mich mit Ursula und Bettina, den Kolleginnen aus Yanji. Der Ausflug ist für mich nicht sonderlich interessant. Im Park des braven Beamten Sowieso war ich bereits am 14. Mai mit Stadtneurotikerin Danyu (sin-o-meter berichtete).

Der Abend krönen wir das Wiedersehen von YUST- und Ex-YUST-Fachkräften und lassen den Abend in einer Pizzeria ausklingen, wo unsere Schanghaier Kollegen Thomas und Ralf bereits die Plätze angewärmt haben.

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