Rita, Michael, Peter und die anderen...
Heute nach dem Gottesdienst, in dem eine sehr beschwingte Amerikanerin eine vortreffliche Predigt über joy in the Lord hielt, treffe ich Rita, eine in Hanoi geborene und in Saigon aufgewachsene Chinesin mit Muttersprache Kantonesisch und so gut wie keinen Kenntnissen in Mandarin-Chinesisch, die lange Zeit in Washington gelebt hat. Deutsch hat sie auch mal zwei Jahre lang gelernt, aber davon ist nach rund zwanzig Jahren fast nichts mehr übrig. Mit mir spricht sie die ganze Zeit Französisch. Davon ist erheblich mehr übrig, obwohl sie das auch seit zwölf Jahren nicht mehr praktiziert habe, sagt sie. Emily (siehe Eintrag vom 21.9.) kann zu meiner Überraschung der Unterhaltung folgen und schlägt spontan eine französische Sprachpraxis-Gruppe vor. Das Mädel ist polyglott! Anschließend treffe ich noch den Briten Michael, einen Geschäftsmann, der mir David vorstellt, einen überaus jovialen Chinesen, der mir Peter vorstellt. Das Ganze endet mit zwei Visitenkarten mehr in meiner bereits beträchtlichen Sammlung.
Zu Fuß gehe ich bei in der Sonne schon wieder gefühlten 30 Grad zurück und finde nun auch das Hotel, in dem der GoDi stattfindet, den ich am 14.9. verpasst habe. In einem Kaufhaus kaufe ich die DVDs von „Die Kinder von Huangshi“ (siehe Eintrag vom 7.9.) sowie den Film über die Luftbrücke, der just zur Zeit meiner Abreise auf Sat-1 lief. Den Film mit „Heino Forch“, so steht es hoch offiziell auf der Hülle, haben die hier ja schnell auf DVD im Regal! Schließlich kaufe ich noch „Hero“, weil (sin-o-meter berichtete) ein deutscher Psychoanalyse-Doktor aus Frankfurt am Dienstag über den Film meines chinesischen Lieblingsregisseurs referieren wird.