Ein Tag im November
Eigentlich wollte ich mich nach dem Erwerb einer Fahrkarte zur Deutschlektoren-Konferenz in Schanghai von Montag bis Freitag nächster Woche am Eingang zum Xuanwu-See mit Emily bzw. Emilie treffen, um das erste französisch-chinesische Sprach-Gipfeltreffen zu eröffnen. Aber irgendwie muss da eine E-Mail verloren gegangen sein, denn das Treffen findet nicht statt und ich wandere alleine am Seeufer entlang. So bin ich's ja schließlich auch gewohnt. Herrliches Novemberwetter übrigens, ein bisschen diesig, aber sehr angenehme Herbsttemperaturen so um die vierzehn Grad. Als Kind erklärte ich ja den November forsch zu meinem Lieblingsmonat, allerdings hatte das mehr mit dem Klang des Namens zu tun als mit dem Wetter. Hier in Nanjing ist der November bisher allerdings tatsächlich der angenehmste Monat gewesen. Bei Sonnenschein kann ich immer noch mit kurzer Hose und freiem Oberkörper auf dem Balkon sitzen.
Und noch was Schönes: Dank FC-B-Anhängerin Julia (sin-o-meter berichtete am 14.9.) kann ich mich den ganzen Tag auf den heutigen Abend freuen, wo Bayern gegen Cottbus live ausgestrahlt wird. Ich habe mit Julia folgendes Abkommen geschlossen: Wenn sie mir jede Woche eine E-Mail schickt, welches Spiel der Bundesliga samstags im chinesischen Fernsehen übertragen wird, beantworte ich ihr im Gegenzug per E-Mail eine Grammatikfrage. Ist doch fair, oder? Das Ganze endet auch noch hochgradig erfreulich mit 4:1. Sagt da noch jemand was gegen Novembertage?