Sigurd
Sigurd, den Namen kennen viele nur aus dem gleichnamigen Comic. Doch eine Comic-Figur ist dieser Sigurd nicht. Bei dem Sigurd, den ich heute nach dem vorweihnachtlichen GoDi treffe, handelt es sich um einen deutschen Theologen, der am Nanjinger Theologie-Seminar lehrt. Er ist mit einer Chinesin verheiratet, die er in Deutschland kennen gelernt hat. Die beiden haben zwei kleine Kinder, die die Lieblinge ihrer Umgebung sind. Ich schiebe seiner Frau den deutschen Kinderwagen, in dem die Jüngste gerade nicht sein möchte, über die Straße und zum Lohn werde ich prompt zum Essen eingeladen. Hier erfahre ich mehr: Die Stelle, auf der Sigurd sitzt, entstand nach dem Besuch des EKD-Ratsvorsitzenden in Nanjing vor zwei Jahren. Dass ein frommer Theologe auf diese Stelle zur Ausbildung von Pastoren, die später in registrierten chinesischen Gemeinden Dienst tun werden, gelangt ist, darf man als gutes Zeichen werten. Denn wer die EKD kennt, weiß, dass das ja nicht selbstverständlich ist.