Operation gelungen, Patient fährt!
Kinder, was kann man schlafen nach so einer Operation! Morgens und abends und nachts. Ansonsten erinnere ich mich nur noch an die zwei Reißer auf dem beliebten Fernsehkanal Das Vierte, die ich gestern Abend mit regem Interesse vom Bett aus verfolgte. Heute hau' ich ab. Ich bin entlassen. Bekomme auch nur noch eine dürftige Suppe statt des Menüs, für das ich mich am Donnerstag noch eintragen ließ. Die Hakenplatte aus Metall samt den sechs Schrauben hat man mir auf eigenen Wunsch auf den Nachttisch gelegt. Sie kann nicht wiederverwendet werden, obwohl sie noch aussieht wie neu. Das Ding erinnert passend zum Thema an einen Fahrradschraubenschlüssel, nur dass hier die Löcher alle gleich groß sind. Die Taubheit im Arm wird noch etwas bleiben, sagt der Arzt; außerdem muss ich schon wieder zur Füsiotherapie. Ich verlasse die Klinik und um zu beweisen, wie wenig mich doch so ein Sturz vom Radl mit zwei Operationen aus der Bahn werfen kann, lege ich die vierzehn Kilometer zurück nach Hause mit dem Fahrrad zurück, das seit zwei Tagen draußen am Fahrradständer auf mich wartet. Und nur weil sich die Gurke, von der ich gestürzt bin, unterdessen nicht mehr in meinem Besitz befindet, lasse ich es mir nehmen, diesen Rückweg nicht auf dem Unfallgerät anzutreten. Und natürlich fahre ich auch hier und da ein bisschen freihändig, jawohl! In Brokenlande schaue ich noch kurz bei Totti Heller vorbei, der überraschenderweise sogar da ist und ausnahmsweise nicht an der Seite seines Arbeitgebers Arved Fuchs arktische Mysterien erforscht, weil er heute ganz trivial für seine Mutter die Küche renoviert, wovon ich ihn jedoch ca. eine Stunde lang abhalte, ehe ich wieder meinen Drahtesel besteige, der übrigens keine guten Bremsen und kein Licht mehr hat. Vielleicht ... hätte ich die Gurke doch behalten sollen!