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Mittwoch, 11. März 2009

Messe monetärer Möglichkeiten
Von DM, 23:59

Der gestrige Dienstag und heutige Mittwoch standen ganz im Zeichen der Bildungsmesse CIEET 2009. Das Ganze muss man sich vorstellen wie beim Christival in der Halle mit dem Markt missionarischer Möglichkeiten, nur dass es hier eben nicht um den Markt missionarischer Möglichkeiten geht, sondern um den Markt universitärer Möglichkeiten. In einem gewaltigen Saal des Grand Metro Park Hotels, das früher Hilton hieß und auch genauso aussieht, wie man sich ein Hilton vorstellt, nur teurer, reihte sich ein Stand an den anderen, präsentierte sich eine Vorzeige-Universität, namentlich aus den USA, neben der anderen. Wir dagegen repräsentierten mit nur einem Stand gleich sämtliche Universitäten Deutschlands. Da sieht man schon die Unterschiede im Bildungssystem. In den USA sind die Universitäten doch etwas kommerzieller angelegt. Man könnte so gesehen auch sprechen von einem Markt monetärer Möglichkeiten. Denn wer soll das bezahlen? Notabene: In Deutschland gibt es an vielen deutschen Unis weiterhin keine Studiengebühren. An der Seite meines (in punkto Studienberatung viel kompetenteren) Kollegen, dem Leiter des Informationszentrums Schanghai, und seiner chinesischen Mitarbeiterin (die die meiste Arbeit mit den heranstürmenden Chinesen hatte), betreute ich, angereist im grauen film-o-meter-Jackett, also unseren Ausstellungsort mit, hinter uns Riesenplakate mit dem Kölner Dom und Schloss Neuschwanenstein. Und da wir mit unserem Stand für ein ganzes Land mit seinen Studienmöglichkeiten standen, konnten wir uns über mangelnde Kundschaft nicht beklagen. So hätte das mal früher am Büchertisch der SMD an der Uni sein sollen! Sogar meine eigenen Studenten schauen zu meiner Freude vorbei (sie waren sogar vor mir da und haben schon nach mir gefragt) und stauben eine Mütze mit der Aufschrift "Deutschland und China gemeinsam in Bewegung" ab. Die Dinger lagern seit meiner Ankunft kartonweise in der Bibliothek.
Ja wie, fragt ihr, das war alles? Nichts passiert, keine Pleite, kein Pech, keine Panne? Nun, sagen wir: fast keine. Denn leider bin heute zum ersten Mal in meinem Leben (oder fast) vom Wege abgekommen. Will heißen: Ich dachte, der Bus mit der 25 geht bestimmt auch. Immerhin ist doch 5 mal 5 = 25. Nummer 5 ließ nämlich auf sich warten und ich war sowieso schon spät dran. Ich sitze also in der 25 und freue mich. Die Richtung stimmt. Doch dann biegt der schräge Fahrer ganz unvermutet ab und fährt nach Süden! Ich denke: Na, der fährt sicher nur einen kleinen Schlenker und findet danach auf den rechten Weg zurück. Machen wir's kurz: Ich kam über eine Dreiviertelstunde später an, weil ich zu Fuß durch die halbe Stadt zurück musste. (Ich wollte nicht noch mal in den falschen Bus steigen.) Aber der Mensch denkt, Gott lenkt: Da ganz in der Nähe, im Nanjinger Museum, einst im fernen September ja die Bauhaus-Layout-Ausstellung war (siehe Eintrag zum 15.9.), konnte ich mich prima orientieren und die ein bis zwei oder drei Kilometer Irrweg quasi mühelos zurücklegen. Dabei ging es sogar noch vorbei an einem netten Teich, den ich noch gar nicht kannte, allerdings aus Zeitgründen auch nicht groß würdigen konnte. Das film-, äh, sin-o-meter-Jackett erwies sich dabei übrigens als grandios hinderlich. In der Sonne geht es hier inzwischen schon hart auf die 20 Grad zu!

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