Leonce und Lena
Am Nachmittag trainiere ich die beiden für den diesjährigen nationalen Debattier-Wettbewerb ausgewählten männlichen (!) Studenten zum Thema „Sollten Studenten mehr Mitspracherecht bei Uni-Lehrplänen haben?“
Am Abend ist im Theatersaal der Universität die Premiere des mit Unterstützung des Goethe-Instituts und chinesischen Darstellern inszenierten Büchner-Lustspiels „Leonce und Lena“. Ich sitze in der ersten Reihe, um mitlesen zu können, neben Hao Hui, daneben Jung-Autorin Nora Bossong. Ich habe mir das Stück vorher aus meiner Bibliothek entliehen. Schwierig sind nur die dunklen Szenen, weil das Bühnenlicht dann nicht ausreicht, um lesen zu können. Und von denen gibt es einige. Ein sprödes Stück in einer nicht ganz so spröden Inszenierung, ist mein Resümee, als ich mit Nora nach Hause gehe.
Am nächsten Tag bin ich mit großem Bild, in ein Buch vertieft, von dem niemand weiß, dass es das Theaterstück ist, in der Zeitung abgebildet, wie mir meine österreichische Kollegin Katja brühwarm zu berichten weiß.