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Dienstag, 06. Oktober 2009

Von Formschwächen und Siegesserien
Von DM, 23:59

Mittags hat der US-koreanische Kollege Elliot Lee die Deutsch-Lehrer und mich in die neue Patrizier-Mensa bestellt, die sich in einer Art gläsernem Aussichtsturm befindet: fantastische Aussicht auf das Tal mit der Stadt. Elliot selbst hat dann aber gar keine Zeit und taucht erst zum Nachtisch auf. Als Entschädigung spendiert er uns Eis.
Am Nachmittag um vier findet dann der große Vortrag statt, der diese Reise zur Dienstreise macht: „Leben und Studieren in Deutschland“. Ich habe die Veranstaltung spontan in Absprache mit dem Fachbereich Deutsch anberaumt und dafür gestern Abend noch ein Dutzend Plakate ausgehängt. Vierzig Studenten und Studentinnen sitzen mir in Raum 210 gegenüber, in dem ich früher fast täglich unterrichtet habe, allerdings fast alle aus dem Fachbereich Deutsch. Der unbestechliche Dr. Gross, der selbst Studenten hat, die in Deutschland studieren wollen, durchschaut, dass ich den Vortrag nicht geprobt habe und äußert schon in Zwischenfragen Unbehagen ob mancher unexakten Explikation. Die Fachbereichsleitung bedankt sich trotzdem für den informativen Vortrag. Ein Theologie-Student hat nach dem Vortrag noch eine Reihe von Fragen, die ich im Büro im Einzelgespräch zu klären versuche.
Dann stehe ich auch schon vor dem Eingang zum Xin Guo Mao, dem großen Einkaufstempel. Die Straßen sind in Yanji bereits auffällig leer. Hier ist Provinz. Und der Wind kühlt mich schon wieder merklich aus. Während ich warte, erinnere ich mich daran, dass Chunji, einige andere Studentinnen und ich uns im Juli 2007 mit maximaler Wirkung in Peking verpasst haben, obwohl wir vermeintlich beide zur verabredeten Zeit unter dem Mao-Bild am Eingang zur Verbotenen Stadt gewartet haben. Aber dann sehe ich sie schließlich auf mich zukommen. Chunji wieder in diesem weißen Damen-Mantel, den sie schon gestern anhatte, neben ihr Li Yan, die damals viel runder im Gesicht war. Wir gehen zu Kentucky Fried Chicken, einem typisch chinesischen Restaurant, und tauschen eine knappe Stunde aus, was wir in den letzten vier Jahren gemacht haben. Dann muss Li Yan zurück nach Hause. Morgen ist ja der Abflug. Ich verspreche Chunji, mich im November zu melden, wenn ich in Peking bin. Dann geht es zurück zur Casa Dana, wo mein Gastgeber und ich bis in die Nacht Der große Wurf spielen. Dana verliert alle drei Runden, ich spiele wie im Rausch und würfle in einem Spiel gleich zwei Super, wahrscheinlich als Ausgleich für den lauen Vortrag. Zu schade, dass ich nicht mehr Gegner habe!

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