Jetzt gehn wir über'n See
Im Anschluss an den Gottesdienst in St. Paul's treffe ich außer meiner alten Bekannten Emilie überraschend viele Deutsche (darunter Evas Flugzeugbekanntschaft, einen Lehrer) und Danyu, die junge Autorin mit Neigung zu hysterischen Anfällen. Ich habe mich nämlich mit ihr zum Wandern verabredet. Wie immer kommt alles anders. Erst besteht Danyu darauf, mich, obwohl ich doch geschmierte Brötchen im Rucksack habe, in ein französisches Restaurant einzuladen, weil sie sich zum x-ten Mal für mein Empfehlungsschreiben an die Chicago Theological University (CTU) bedanken muss, und dann hat sich gestern Abend mein Ex-Kollege Helmut mitsamt Kolleginnen Ursula und Minjiong aus Yanji angekündigt. Wir wandern also nur einmal über die Inseln im Xuanwu-See und treffen dann um halb sechs die drei Rundreisenden zum Abendessen in dem Pizza-Restaurant bei mir um die Ecke. Zwischendurch im Bus hat mir die vielseitige Künstlerin unbedingt noch ihre Mappe mit Fotomodell-Bildern zeigen müssen. Hier eine Kostprobe. Sie ist es wirklich, aber ihr wisst, wie das mit solchen Fotos ist: Man kann kaum glauben, dass das die Person ist, die gerade im Bus neben einem sitzt.
