Das Eisen schmieden
Ich hatte gerade mal wieder etwas in dem Hotel zu klären, für dessen Bettenbelegung mit den deutschen Gästen ich zuständig bin, und befinde mich auf dem Weg zu den Bussen, die selbige für einen Halbtagesausflug zu der berühmten Ming-Grabanlage und zum Sun-Yat-se-Mausoleum bringen sollen. Am Ausgang des Hotels, treffe ich meine Chefin, die gerade ihr Fahrrad aufschließt. Ich weiß, dass das jetzt die Gelegenheit ist, auch noch das fünfte Jahr unter Dach und Fach zu bringen. Denn man muss bekanntlich das Eisen schmieden, solange es heiß ist, und bisher hab.e ich ja nur eine Zusage für das vor mir liegende Studienjahr. Also erkläre ich, dass es erheblich sinnvoller wäre, wenn die Nanda mir jetzt zwei Jahre zusichern würde, weil ich nach Beginn des nächsten Studienjahres, "wenn ihr mich dann wieder ausschreibt", ja nicht mehr auf eine andere Universität wechseln könnte, wohingegen das jetzt noch (für die Dauer von zwei Studienjahren) ginge. Mit anderen Worten: Wenn Nanjing mir jetzt nur ein Jahr zu bieten hat, wechsele ich lieber. Was ich denn meine, fragt sie mich, während sie ihr Rad schiebt und ich nebenher gehe. Ich wolle auf jeden Fall bleiben, erwidere ich, solange es geht. Na gut, willigt sie ein, sie glaube, das werde schon gehen, auch für zwei weiter Jahre, und fügt, typisch chinesisch, hinzu: "Dann hoffen wir auf weitere Leistungssteigerung!"