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Freitag, 14. Januar 2011

Am Mekong
Von DM, 15:51


Das Wunderbare an China ist ja, dass man in ferne Länder reisen kann, ohne das Land zu verlassen. Denn es gibt so entlegene Provinzen wie Yunnan. Und so befinde ich mich seit gestern am Mekong. Myanmar und Laos sind auch nicht mehr fern. Ich bin gestern Abend erst nach acht Uhr (statt 19.15) Uhr gelandet und danach so lange hilflos auf dem Parkplatz vor dem Mini-Flughafen von Jinghong herumgeirrt, dass mich der Charterbus, der eine Mutter-mit-Kind-Urlaubsreisegruppe ins Luxushotel verfrachten soll, deren Reiseleiter ich nach einem Omnibus gefragt habe, einfach mitnimmt - von den kleinen Reisenden beim Einstieg mit Jubel und viel Hello! empfangen. Der Reiseleiter ist, wie er den Damen mitteilt, Lahu. Das ist eine der hier vertretenen ethnischen Minderheiten. Ich frage beim Aussteigen noch mal nach, aber nein, ich muss nichts bezahlen. Auch diesmal habe ich wieder eine billige Unterkunft gefunden, auf Nachfrage sogar mit ordentlichem Sitzklo. Ich logiere im obersten Stockwerk, direkt unter dem spitzgiebeligen Dach mit hübschem goldenen Türmchen obendrauf. So viel Stolz muss sein! 8 Euro die Nacht. Die Mutter-Kind-Gruppe zahlt in dem Prachtpalast nebenan vermutlich das Fünffache.
Den heutigen Tag habe ich bei sonnigen 25 Grad der Erkundung der Stadt gewidmet. Die typisch vergoldeten Kuppeln und die spitz zulaufenden Giebel, die man aus Burma und Thailand kennt, bestimmen das Bild. Beisielhaft ist ein einfacher Tempel, an dem ich vorbeikomme, aber der Eingang ist verschlossen. Anscheinend wird hier noch renoviert.

Selbst den Betonungeheuern, die auch hier beharrlich in den Himmel wachsen, hat man noch solche Giebel aufgesetzt, damit das Stadtbild erhalten bleibt. Die Beschriftungen sind dreisprachig: Neben Chinesisch und Englisch findet man die absonderlich rund geschwungene Schrift der Nachbarstaaten. Ich wandere eine Promenade oberhalb des Flusses entlang, die die beiden Flussquerungen, eine etwas betagtere mit vielen Pfeilern und eine hochmoderne mit Stahlseilen, verbindet. Am Hafen ist alles wie ausgestorben. Das Jinghong River Voyage,  architektonisch einem Schiff mit sechs Decks nachempfunden, ist verrammelt und leer. Es gebe momentan keine Passagiere, teilt mir die junge Dame mit, die einsam in der Schiffsverkehr-Abfertigungshalle hinter dem Tresen sitzt. Man sieht aber auch sonst keine Schiffe, auch keine Frachter und Schoner, auf dem Fluss. Ich vermute, das liegt am niedrigen Pegel. Man sieht deutlich an den vielen Steinen am viel zu breiten Ufer: Der Mekong hat hier schon mal deutlich mehr Platz beansprucht. Extrem freundlich und zuvorkommend sind die beiden Damen im Fremdenverkehrsinfohaus. Sie haben heute vermutlich noch nicht viele Touristen betreut. Hochsaison scheint hier nicht gerade zu sein. 

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