Meine zehn peinlichsten Momente
Auf der Bestenliste der zehn peinlichsten Momente meines Lebens hat dieser sicherlich einen Platz verdient: Ich habe heute einen Nachholklausurtermin. Sechs Studenten des Jahrgangs 07 stehen um elf Uhr schon im Gang. Mir wurde zugetragen, jeder Raum sei am heutigen unterrichtsfreien Tag verwendbar. In dem, den ich mir nehme, sitzt aber schon wer hinter einem Stapel mit Heften und Lehrmaterial. Ich denke, das ist wohl ein Student, der lernen will, und bitte ihn den Raum zu verlassen. Tut er aber nicht. Ich denke: So ein renitenter Flegel! und werde rabiat. Meine Studenten versuchen derweil kleinlaut Alternativen vorzuschlagen. Ich herrsche also den vermeintlichen Studenten an und erst nach und nach wird mir klar: Das ist nicht nur kein Student, es ist zudem noch jemand, der Teil eines Instituts ist, das auf diesen Raum viel eher Zugriffsrechte hat als ich. Und am Eingang zum Saal hing auch ein Blatt mit einem Hinweis auf diesen Umstand. Chen Dong alias Eva, die auch mit von der Partie ist, weist schnell auf einen Nachbarraum hin, in den ich aber mal ganz schnell ausweiche. Nach der Klausur entschuldige ich mich bei dem Kollegen.