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Sonntag, 23. Januar 2011

Jingzhen
Von DM, 23:59

In Jingzhen nahe Mengzhe gibt es eine achtgiebelige Pagode ("Octagonal Pagoda") von 1701, die als Touristenattraktion ausgewiesen ist. Der Bus Richtung Menghai setzt mich am Ortsausgang von Jingzhen an einer Einmündung ab und ich muss erst mal zwanzig Yuan bezahlen. Ein Kassierer fängt mich auf der Sandpiste ab. Dann geht es eine Treppe hoch und ich stehe vor einem dieser typischen Buddha-Tempel. Ein paar Hühner und ein paar Mönche in den typischen orangefarbenen Gewändern turnen auch hier herum. Die Pagode steht neben einem heiligen Baum, von dem nur noch die Wirtsbäume, die ihn überwuchert haben, leben. Aber jetzt mal ehrlich: An der Pagode ist nichts drin und nichts dran, außer eben diesen acht Giebeln. Ich wandere dorfauswärts an einem Fischteich und einem abgeerneten Zuckerrohrfeld vorbei und komme an einen größeren Teich, dahinter das Jingzhen-Gewerbegebiet. Ich wandere die Straße mit dem großen Teich hinab Richtung Hauptstraße, bin mir aber plötzlich nicht mehr sicher, ob das die richtige Straße ist, weil links doch längst der Weg zur Pagode hätte auftauchen müssen. Also wandere ich sicherheitshalber so zurück, wie ich gekommen bin, pese zwecks Abkürzung über die am Boden liegenden raschelnden Blätter des Zuckerrohrfeldes und finde schließlich zur Oktagonalpagode zurück. Rasch wird klar, dass ich zuvor doch auf der richtigen Straße gewesen bin; ich hätte nur noch etwa 500 Meter durchhalten müssen. Zur Strafe für diese Blödheit verordne ich mir einen Gewaltmarsch zurück nach Mengzhe, aber das zieht sich dann doch ganz schön. Als ich den Ort nach einer Stunde erreicht habe, bin ich nicht mehr sicher, wo die Busstation war und lasse mich von einer Motor-Rikscha-Tante überreden einzusteigen. Es wird auch schon dunkel und wenn ich heute noch nach Jinghong zurück will, wird es Zeit. Der letzte Bus nach Jinghong fährt um 19.30 Uhr ab. Als ich der Tante zehn Yuan gebe, meint sie plötzlich, stimmt so, und ich finde das natürlich gar nicht witzig, sondern werde ein bisschen laut. Denn vereinbart waren fünf. Da rückt sie dann mit einem Grinsen das Wechselgeld doch noch raus. Man kann's ja mal versuchen... Mit dem gelben Minibus geht es wieder zurück nach Menghai. Ich blicke nervös zur Uhr, als unterwegs am Straßenrand noch ein paar Verstreute aufgesammelt werden. In Menghai, drei Minuten vor halb acht, meint der Fahrer dann, es gebe keinen Bus mehr, er werde mal was organisieren, ich solle nur schön warten. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Jinghong-Bus noch nicht abgefahren ist, jedenfalls will ich selbst nachschauen. "Komme gleich!" versetze ich, komme aber nicht zurück, denn ich bekomme noch eine reguläre Fahrkarte.

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