Zurück in Nanjing
Ich habe wohl zu viel Braun gesehen und muss noch vor der Ankunft in Nanjing das ach so unbeliebte Zug-WC aufsuchen, das ja nur ein feuchtes Loch im Boden ist. Oder ist mit den Kunminger Eierkuchen was faul gewesen, von denen ich mich seit zwei Tagen ernähre? Ich komme um halb elf an und fahre gleich mit Gepäck vom Bahnhof per U-Bahn weiter in den GoDi von St. Paul's (drei Sonntage in Folge ohne GoDi, das geht nun wirklich nicht) und nerve anschließend Emilie alias Li Yuan, die gerade eine Horde Amerikaner um sich geschart hat, nerve sie also, da sie ja beim "Carrefour" mit dem Einkauf zu tun hat, mit meinem Vaniltrunk-Päckchen. Sie solle doch mal dafür sorgen, dass man so was künftig auch in Nanjing kaufen könne. Emilie macht mit ihrer Digital-Kamera ein Beweisfoto.
Und dann ist für heute auch Schluss mit Lustig: Der Februar, in dem ich einfach immer krank werde (vor einem Jahr, sin-o-meter berichtete, war es noch schlimmer), holt mich ein und ich verbringe gefühlte 50 Prozent des Sonntags auf dem WC, die andere Hälfte im Bett. Glück im Unglück, dass ich bereits zu Hause bin und nicht, wie im August 2003 auf dem Weg von Yichang nach Yanji, zwei Tage mit Darmkrämpfen vor einem ständig besetzten Zug-WC zubringen muss.

Und schon ist die Reise in die Tropen nur noch eine Erinnerung, aber eine schöne!