Der Europa-Tag
... ist ein bisschen schwach auf der Brust. Die gemeinsam von Goethe-Institut und Alliance Française organisierte Ausstellung “Homo Urbanus Europeanus“ des französischen Fotografen Jean-Marc Caracci mit fünfzig Schwarzweißbildern aus 31 Hauptstädten Europas hat man nach fünfzehn Minuten ausgiebig in Augenschein genommen. Die als Konzert angekündigte Jazz-Musik der Gruppe "Wayne’s Basement”, eines 2009 in Schanghai gegründeten Akustik-Trios, ist mehr so eine Art Hintergrundgeplänkel. Und dass trotz zwanzig Mark Eintritt bei meinem leicht verspäteten Eintreffen in der ehemaligen Fabrikhalle (ich hatte bis 18 Uhr Unterricht) nur noch Reste am Büfett vorzufinden waren und sich die Getränkeauswahl auf Wein und Wasser beschränkt, ist für mich Grund genug für das Fazit: "Da geh' ich nicht wieder hin!" Daran ändern auch ein paar bekannte Gesichter wie Doppelmagisterstudentin Kathi oder meine Studentin "Eva", zugleich Goethe-Praktikantin, und auch die zwei netten jungen Damen von einer Unternehmensberatung nichts, mit denen ich ins Gespräch komme, nachdem eine von ihnen mir ein Taschentuch offeriert hat, weil ich mir beim Schlemmen der kargen Reste offenkundig die Finger eingesaut habe.